DIE MAISON RUINART
Die Geschichte des Hauses Ruinart beginnt am 1. September 1729. Seit dieser Zeit hat sich das Haus mit seinem önologischen Knowhow ganz der Perfektion seiner Weine gewidmet; allem voran dem Chardonnay, der die Hauptrolle bei den Cuvées spielt und ihnen ihre Einzigartigkeit und ihren besonderen Charakter verleiht. Die Maison Ruinart steht für Eleganz, Finesse, Reinheit und Klarheit, ihre Champagner sind zeitlose Ikonen des Genusses. Die Stärke der Kreationen von Ruinart wurzelt in seiner beinahe 300-jährigen Geschichte. Der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg liegt jedoch in der Balance aus dem großen Erbe einerseits und der absoluten Hingabe andererseits, beides zusammen macht Ruinart zu einem aus Tradition modernen Champagner-Imperium.

RUINART UND DIE KUNST
Das Haus Ruinart wurde während der Zeit der Aufklärung gegründet, einer Phase, in der ein intellektueller Spirit zur französischen ‚art de vivre’ gehörte. Für das älteste Champagnerhaus der Welt war und ist es Verpflichtung und Freude, diese Lebenskunst zu pflegen, weiter zu entwickeln und zu verbreiten. Bereits im Jahr 1896 bat Ruinart den talentierten jungen Künstler Alphonse Mucha, eine spektakuläre Anzeigen-Serie zu entwickeln – es war die erste einer langen Reihe von Kooperationen mit Künstlern.
Ruinart engagiert sich immer wieder im Bereich der Kunst, nimmt an internationalen Kunstmessen teil und – das vor allem – beauftragt bekannte Künstler, ihre Vision des Hauses Ruinart zu zeigen. Auf diese Weise trägt Ruinart sein Erbe, seine Geschichte, sein Knowhow und seine Cuvées in die ganze Welt.

RUINART UND DIE KOOPERATION MIT ERWIN OLAF
Wer könnte die unterirdischen Kreidesteinbrüche und Keller der Maison Ruinart als UNESCO Weltkulturerbe besser in Szene setzen als ein Fotograf? Wegen seines Blicks für Perfektion und seines Einfühlungsvermögens war der multidisziplinäre niederländische Künstler Erwin Olaf die erste Wahl. Malerische Lichtsetzung, Detailversessenheit bei Haaren und Make-up, Szenenbilder, die mit einer Atmosphäre von Gelassenheit verzaubern: So akkurat Erwin Olaf bei der visuellen Umsetzung auch arbeitet, seine sehr stilisierten und geglätteten Bilder haben immer eine Art Subtext, der gesellschaftliche Belange und Tabus oder Gender-Fragen thematisiert. In seinen Bildern beschäftigt sich Erwin Olaf mit den großen Fragen des Lebens: Einsamkeit, Liebe, Jugend, Körper und Tod. Dabei bleibt es dem Betrachter überlassen, wie er die Bilder interpretiert. Die Arbeit für die Maison Ruinart erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Kreidekeller, eingefangen durch die Kameralinse von Erwin Olaf.

ERWIN OLAF – DAS WERK
„Die unterschiedlichen Linien und Kurven in Muchas Original-Zeichnungen haben eine große Ähnlichkeit mit den Wandmalereien, die man in den Kellern gefunden hat.“ (Erwin Olaf)
„Zeit und Ruhe sind notwendig, damit der Champagner reifen kann. Und genau das braucht es auch, damit Kunst entstehen kann.“ (Erwin Olaf)
Wenn das Haus Ruinart alljährlich einen Künstler beauftragt, dann lässt es ihm komplett freie Hand. Und genau diese Freiheit war es, die Erwin Olaf so gereizt hat. Der heute 57-Jährige ist ein international renommierter Fotograf und Künstler. Seine künstlerische Vorgehensweise: Zunächst visualisiert er die Szenen im Kopf, dann zeichnet er sie, bevor er sie akkurat auf Hochglanzpapier überträgt. Erwin Olaf wurde vor allem durch seine Strukturiertheit, Strenge und seinen ganz individuellen Einsatz von Licht bekannt.
Dennoch unterscheidet sich seine Arbeit für Ruinart komplett von seiner bislang bekannten eher barocken Handschrift und seinen hypnotischen Bildern. Die Spannung, die seinen Figuren sonst anhaftet, weicht hier einer Art Versöhnlichkeit, fast gelassenen Heiterkeit, als wäre die Zeit angehalten worden. Es ist auch eine Hommage an den berühmten Fotografen Brassaï, der in den 1930-er Jahren in Paris häufig eingeritzte Wandbilder und Graffitis ablichtete.
„Was Fotos und Champagner verbindet: Beide brauchen die Dunkelheit, um zum Licht zu finden.“ (Erwin Olaf)
Bei seinem ersten Besuch in Reims war Erwin Olaf vollkommen fasziniert von der Tiefe und Großartigkeit der Kreidekeller. Und so entschloss er sich, sich für seine Arbeit auf die Details zu konzentrieren, die einerseits durch die prähistorische natürliche Formation entstanden sind, und andererseits auf die Spuren, die der Mensch in dieser Umgebung hinterlassen hat.
Er benutzte seine Hasselblad Kamera, auf die er nun schon seit 35 Jahren schwört. Er fotografierte ausschließlich in Schwarz-Weiß und erreichte einen noch strahlenderen Effekt als es mit Farbfotografie möglich gewesen wäre.
So sehr sich Erwin Olaf für seine Sujets interessiert – egal ob Porträts oder Stilllife – , genauso wichtig ist für ihn die Technik, mit der er seine Aussage visualisiert. Und obwohl das Klicken der Kamera sein liebstes Geräusch ist, sind die Technik, die Weiterverarbeitung und das Retouching der Bilder das, was seine Handschrift so einzigartig macht. In seinem Studio in Amsterdam hat er deshalb eine Dunkelkammer einrichten lassen, in der er die Schwarz-Weiß-Fotografien abziehen kann.
 
ERWIN OLAF UND SEINE HOMMAGE AN ALPHONSE MUCHA
Das Engagement in Sachen Kunst hat im Hause Ruinart lange Tradition. 1896 bat André Ruinart den bekannten tschechischen Künstler Alphonse Mucha, ein Werbeplakat für die Maison zu kreieren. Damals war Mucha quasi über Nacht berühmt geworden, weil er ein Plakat für Sarah Bernhardt und ihr neuestes Theaterstück „Gismonda“ gestaltet hatte. Die Leute waren hingerissen von dem neuartigen Design und Mucha bekam den Auftrag für sieben weitere Theaterplakate.
Alphonse Mucha revolutionierte das Plakat-Design, sein Stil ist bis heute weltberühmt und es geht immer um ein Sujet: Frauen. Alle seine Kompositionen haben ein langgezogenes Format und er benutzt starke, subtile Farben. Die Frauen, die er zeigt, sind gleichermaßen verführerisch, stolz und sinnlich mit ihrem auffälligen wallenden Haar. 120 Jahre später ehrt Erwin Olaf mit seiner Hommage Alphonse Mucha als einen wichtigen Vertreter des Jugendstils. Neben seinen 26 Bildern von den Kreidekellern von Ruinart hat der vielseitige Fotograf die erste Künstlerkooperation des Hauses Ruinart auch filmisch in Szene gesetzt: die Zusammenarbeit mit Alphonse Mucha im Jahr 1896. Entstanden ist ein animierter Film, in dem die langgestreckten Kurven einer Frau langsam auf dem Kalkstein
erscheinen, sich zu einer virtuellen Figur formen und eine neue Art von Kunst erschaffen, so wie auch Mucha damals eine neue Art von Kunst geschaffen hat.

ERWIN OLAF UND DIE CHAMPAGNER-KISTE
Inspiriert von Alphonse Muchas berühmtem 120 Jahre altem Champagner-Werbeplakat hat der gefeierte Fotograf Erwin Olaf die klassische Champagner-Kiste von Ruinart neu interpretiert. In das kreidefarbene Holz der Kiste sind zarte Kurven eingraviert, die an die Bilder von Alphonse Mucha erinnern. Das Ruinart Cellar Case, inklusive zwei Flaschen Ruinart Blanc de Blancs und zwei Flaschen Ruinart Rosé, ist zum Preis von 285 Euro unter www.ruinartkollektion.de verfügbar.

0 Kommentare

Kommentar schreiben