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Die Keller des Hauses Ruinart: unterirdische Kathedralen aus Kalk

Die Keller des Hauses Ruinart

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Ein Tor öffnet sich, die Geräusche von außen verschwinden, wenn man die vielen Stufen, die im sanften Licht wie ein goldener Teppich erscheinen, hinunter in die ehrwürdigen Gewölbehallen der Kellereien schreitet. Diese werden hier Crayères genannt.
Sie sind seit 1931 ein klassifiziertes historisches Monument und zugleich eine unvergessliche Einladung zur Entdeckung der stillen Intimität, die in den denkmalgeschützten Kellern des Maison Ruinart in Reims herrscht.
Im Jahre 1768 erwarb Ruinart die Kalksteinbrüche, um dort seine Flaschen einzulagern. Mit einer Tiefe von bis zu 38 Metern unter der Erde wurden sie ursprünglich unter der Stadt Reims in der galloromanischen Zeit angelegt. Sie erstrecken sich über drei Ebenen in Galerien von insgesamt acht Kilometer Länge.
In der Kühle dieser unterirdischen Kathedralen aus Kalk kann der Wein langsam in den Flaschen reifen. Die stabile, konstante Temperatur von 11° Celsius, eine perfekte Luftfeuchtigkeit von 90% und absolute Schwingungsfreiheit in den Crayères machen sie zum idealen Ort für die Gärung und Reifung der Weine.
Im Rahmen eines Rundgangs erhält jeder Besucher ein Glas seiner Wahl: ‚R‘ de Ruinart, Ruinart Blanc de Blancs, Ruinart Ros., Dom Ruinart Millésimé oder Dom Ruinart Rosé Millésimé.

Dabei erfährt man, dass das Maison Ruinart 1729 als erstes Champagnerhaus überhaupt gegründet wurde und seine Entstehung der Intuition eines Mönchs zu verdanken ist. Eine Reise nach Reims ist in vielerlei Hinsicht ein Erlebnis und führt durch eine alte, herrliche Kulturlandschaft.
Etwa 130 Kilometer von Paris entfernt, liegt Reims im Zentrum der Champagne, wo aus den Trauben der Weinberge der begehrte Champagner hergestellt wird. Die Region ist seit frühester Zeit besiedelt. Reims stand über Jahrhunderte im Zentrum europäischer Geschichte, wovon die zahlreichen Sehenswürdigkeiten beeindruckend Zeugnis ablegen. Dazu gehört das älteste Monument der Stadt: das Marstor.
In der Kathedrale Notre Dame de Reims, einer der bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs, wurden vom 12. bis zum 19. Jahrhundert die französischen
Könige gekrönt. Seit 1991 zählt sie zum Unesco-Weltkulturerbe.

 

Die Wandlung von Chardonnay in flüssiges Gold

Der mutige Visionär und Wegbereiter des ersten und ältesten Champagnerhauses, Dom Ruinart, hat Champagne Ruinart zu dieser einzigartigen Cuvée inspiriert. Ein aus edelstem Chardonnay gewonnener, rarer Champagner, der unvergessliche Trinkgenüsse garantiert.

Über 200 Jahre lange stand die Familie Ruinart an der Spitze eines Champagnerhauses, das zum Inbegriff für vortrefflichen und eleganten Geschmack geworden ist. Heute hält Ruinart unangefochten seinen Rang als Referenzmarke für Champagnerliebhaber auf der ganzen Welt.

Die Alchemisten wollten wertloses Metall in gold verwandeln… Die Kellermeister des Hauses Ruinart hegen seit jeher einen ähnlichen Traum: sie zaubern seit fast drei Jahrhunderten aus Chardonnay-Trauben „Goldene Meisterwerke“ hervor. Die Ambition, diese Rebsorte, die heute alle Ruinart-Champagner prägt, gewissermaßen zu „adeln“, besteht seit der Anfangszeit des Champagnerhauses.  Der Chardonnay, das Markenzeichen feiner, eleganter Weine, entwickelt sich langsam: nach und nach offenbart er seine ganze aromatische Komplexität.

Er ist das „Goldene herz“ des Ruinart-Geschmacks und stellt die Kellermeister immer wieder vor neue Herausforderungen. um die Launen des Chardonnay zu bändigen, muss der Kellermeister seine Kunst meisterhaft beherrschen, denn er ist der Hüter und der virtuose Interpret des Ruinart-Stils.

Zur Zusammenstellung der Cuvées des Hauses sind Talent, Inspiration und herausragender Sachverstand gleichermaßen unentbehrlich. Seit 2007 ist der aus der Champagne stammende Frédéric Panaïotis Kellermeister von Ruinart. Der anerkannte Önologe hat seine Laufbahn voll und ganz dem Champagner gewidmet. Heute ist er Botschafter und Schöpfer des Ruinart-Geschmacks. Als würdiger Erbe der Familientradition setzt er die Kunst, außergewöhnlichen Champagner zu kreieren, meisterhaft fort.

 

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© RUINART

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© RUINART

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Ruinart und die zeitgenössische Kunst, eine lange Geschichte

Das Champagnerhaus Ruinart wurde 1729 während des Zeitalters der Aufklärung gegründet, einer geistigen Strömung, die die französische „Art de Vivre“ entscheidend prägte. So ist es nur natürlich, dass das älteste Champagnerhaus französische Lebenskunst verkörpert, pflegt und in die Welt trägt. Dieser Vision ist Ruinart im Laufe der Geschichte treu geblieben, indem das Haus seine Entscheidungen mit Mut und Zeitgeist traf. Im Jahr 1896 wurde Alfons Mucha, ein bekannter tschechischer Illustrator, mit der Gestaltung des ersten Werbeplakats beauftragt, um die hochwertige Qualität des Champagners in den Vordergrund zu stellen – dieses Beispiel zeigt Ruinarts schon frühes Bekenntnis zur Kunst. Seitdem hält das Champagnerhaus eine enge Verbindung mit der zeitgenössischen Kunst und ihren Protagonisten, kauft vielfach Werke von jungen, renommierten Künstlern und beteiligt sich weltweit an den bedeutendsten Kunstmessen. Für das Haus Ruinart ist diese Beziehung ein verbindliches Engagement.

Ruinart der Kalender aus Glas

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Dieses Jahr hat der französische Bildhauer Hubert Le Gall einen „Kalender aus Glas“ für Ruinart geschaffen. Dieses Werk umfasst zwölf spektakuläre Glas-Skulpturen, die jeweils einen Ruinart-Rebstock im Verlauf des Jahres widerspiegeln. Hubert Le Gall, dessen Entwürfe stets mit Farbnuancen spielen, war fasziniert von den Chardonnay-Trauben, deren Vielfalt das Haus Ruinart prägt und die im Laufe der Jahreszeiten verschiedene Farbtöne annehmen: von den unterschiedlichsten Grünschattierungen bis zu strahlendem Gold. Die zwölf Ruinart-Skulpturen von Hubert Le Gall spiegeln aber nicht nur die Farben der Trauben, sie erzählen auch von der Zeit. Den Jahreszeiten, die eine Traube zum Reifen benötigt. Der jahrelangen Erfahrung, die es braucht, um einen Champagner herzustellen und zu verfeinern. Das Thema Zeit – Jahreszeiten und Arbeitszeit – wird in den zwölf Glasskulpturen von Hubert Le Gall durch die zwölf Monate eines Jahres symbolisiert. In der Mitte steht der Rebstock, um den herum sich die Jahreszeiten abwechseln und jene Veränderungen bringen, die den Champagner ausmachen. Der Mensch und die Natur befinden sich im Zentrum dieser wunderschönen, künstlerisch anspruchsvollen Arbeit.

 
weitere Informationen zum Kalender aus Glas
Der Kalender aus Glas im Überblick

 

Ruinart und die zeitgenössische Kunst

Künstlerische Zusammenarbeit mit Erwin Olaf

Ruinart engagiert sich immer wieder im Bereich der Kunst, nimmt an internationalen Kunstmessen teil und beauftragt bekannte Künstler, ihre Vision des Hauses Ruinart zu zeigen. Dieses Jahr hat der niederländische Fotograf Erwin Olaf die unterirdischen Kreidesteinbrüche und Keller der Maison Ruinart in Szene gesetzt.
Wegen seines Blicks für Perfektion und seines Einfühlungsvermögens war der niederländische Foto-Künstler Erwin Olaf die erste Wahl für Ruinart.

Künstlerische Zusammenarbeit mit Erwin Olaf

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In seinen Bildern beschäftigt sich Erwin Olaf mit den großen Fragen des Lebens: Einsamkeit, Liebe, Jugend, Körper und Tod. Dabei bleibt es dem Betrachter überlassen, wie er die Bilder interpretiert. Die Arbeit für die Maison Ruinart erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Kreidekeller, eingefangen durch die Kameralinse von Erwin Olaf.
Bei seinem ersten Besuch in Reims war Erwin Olaf vollkommen fasziniert von der Tiefe und Großartigkeit der Kreidekeller. Und so entschloss er sich, sich für seine Arbeit auf die Details zu konzentrieren, die einerseits durch die prähistorische natürliche Formation entstanden sind, und andererseits auf die Spuren, die der Mensch in dieser Umgebung hinterlassen hat. Er benutzte seine Hasselblad Kamera, auf die er nun schon seit 35 Jahren schwört. Er fotografierte ausschließlich in Schwarz-Weiß und erreichte einen noch strahlenderen Effekt als es mit Farbfotografie möglich gewesen wäre.

So sehr sich Erwin Olaf für seine Sujets interessiert – egal ob Porträts oder Stillleben – genauso wichtig ist für ihn die Technik, mit der er seine Aussage visualisiert. Und obwohl das Klicken der Kamera sein liebstes Geräusch ist, sind die Technik, die Weiterverarbeitung und das Retouching der Bilder das, was seine Handschrift so einzigartig macht. In seinem Studio in Amsterdam hat er deshalb eine Dunkelkammer einrichten lassen, in der er die Schwarz-Weiß-Fotografien abziehen kann.

Mehr unter:
www.ruinart.com/de-de/erwinolaf