Brot so kernig wie der Handschlag einer herzlichen Begrüßung

Wie das herzliche Händeschütteln bei der Begrüßung, so das Brot bei der Mahlzeit: Als Einleitung und erster Eindruck kann es für alles darauf Folgende tonangebend sein.

Peter Niemann, Küchenchef und Direktor im Schlosshotel Hohenhaus, rückt handwerklich gebackenes Brot daher in diesen Wochen in den Fokus des Hotels und seiner Restaurants: Er backt wieder frisch und vor Ort, nach traditionellen Rezepten des Ringgau – der Region, in der die Wälder und Äcker des zum Hotel gehörenden Naturschutzgebietes liegen. Das Getreide wird demnach ganz selbstverständlich auf diesen umliegenden Ländereien angebaut. Allerdings mit speziellen Auflagen: Denn um gutes Brot zu backen, verwendet das Küchenteam ausschließlich unverfälschte und qualitativ hochwertige Rohstoffe. Und die bekommen sie nur, wenn die Felder nicht gespritzt werden.

Niemann möchte mit dem hausgebackenen Brot (Ruchbrot, Haselnussknäcke- und Dinkelvollkornbrot sowie den handgewirkten Weizenbrötchen) zeigen, welche Ressourcen und Möglichkeiten in dem als „Hideaway 2019 Deutschland“ ausgezeichnetem Hotel schlummern. Vor allem möchte er aber der Region Respekt zollen und die Handarbeit der Menschen erlebbar machen. „Ich erlebe zuweilen eine gewisse Resignation in der Region und kann das Gefühl zum Teil auch nachvollziehen. Schließlich haben viele bekannte Firmen ihre Produktionsstandorte in den vergangenen Jahren nach Osteuropa verlegt. Wir auf Hohenhaus möchten daher umso mehr zeigen, was unsere Region zu bieten hat. Wir sehen die Produkte unseres Guts als Botschafter der Region und ihrer Menschen – und präsentieren sie voller Stolz unseren internationalen Gästen“, so Niemann.

Das Hohenhaus Brot

Hochwertiges Getreide ist die Basis für das Hohenhauser Brot. Doch auch die anderen Zutaten sind von höchster Güte. So verzichten Niemann und sein Team beispielsweise komplett auf Industriehefen. Seit Februar 2018 pflegen sie dafür eine eigene Hefekultur, die im Mikroklima des Tals durch spontane Gärung gezüchtet wurde. Jeder Teigansatz reift in verschiedenen Stufen über 48 Stunden, bis er gebacken wird. Was andernorts als „Slow Baking“ mit viel Aufwand vermarktet wird, ist in Hohenhaus Teil des Selbstverständnisses. Für das Team ist das Brot backen demnach eine ganz besondere Aufgabe, die viel Achtsamkeit verlangt. Denn der Teig lebt und variiert je nach Wetter und Weizencharge. Die damit einhergehende Sorgfalt und die Dauer der Teigreife sorgt jedoch dafür, dass am Ende ein besonders nahrhaftes und hoch bekömmliches Brot entsteht, das im Schlosshotel Hohenhaus nun in Form von Ruchbrot, Dinkelvollkorn, Haselnussknäckebrot und kleinen Weizen-Brötchen im La Vallée Verte gereicht wird. Als herzliche Begrüßung.

 

Foto: (c) Schlosshotel Hohenhaus

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